Nun ist es schon wieder 3 Tage und den ein oder anderen Kilometer her, seitdem wir in Las Vegas angekommen sind. Unser Tacho hat mittlerweile die 2400km-Marke überschritten und temperaturmäßig geht es auch eher nach oben als nach unten. Dass die Sonne Nevadas etwas intensiver ist, als in den heimischen Gefilden Deutschlands, haben Aggl und Weidli sozusagen am eigenen Leibe erfahren dürfen. Ja, Bronzolaj („Bronzöl) bietet sich halt nicht überall an, manchmal sollte man lieber mal „weich tun“ und zur Sonnencreme greifen (Grins).
Zu Las Vegas ist nicht ganz so viel zu sagen, außer: Laut, bunt & viele verkappte Existenzen. Unser Hotel befand sich mitten auf dem Strip, d.h. neben einem Meer aus bunten Leuchtreklamen und allerlei Casinos, so dass wir seit der ersten Minute high Life mitten im Trubel waren. Da wir aber alle (Gott sei Dank) mit ausreichend Intelligenz gesegnet wurden, hat sich keiner von uns dem Glücksspiel hoffnungslos ergeben, der ein oder andere Dollar wurde aber natürlich auch verspielt, okay! Wir haben unseren Aufenthalt in Las Vegas stattdessen etwas kultureller gestaltet und uns die umliegende atemberaubende Landschaft aus der Luft zu Gemüte geführt: Und zwar bei einem Rundflug über den Grand Canyon. So viel dazu: Der angehende Pilot hat bei unserem Flug die ihm noch fehlenden Flugstunden für Flug und Landung unter erschwerten Bedingungen gesammelt, hat das aber, muss man klar sagen, sehr gut gemeistert. Alle sind wieder heil unten angekommen und keiner musste trotz der sehr stürmischen Winde die kleine weiße, widerverschließbare Tüte nutzen. Die Landschaft war sensationell schön und so haben wir alle im Akkord fotografiert (wir hätten auch gern gefilmt, aber leider ging die Kamera von Andreas wiedermal nicht, grins). Wieder festen Boden unter den Füßen ging es sofort auf den Strip. Dort gestaltete sich der Aufenthalt für einen Teil der Gruppe so, dass Sie den Strip auf und ab jagten, auf der Suche nach etwas bezahlbarem Essbaren, um die vom Flug noch flauen Mägen wieder zu füllen. Das ist, so können wir Euch jetzt sagen, sehr sehr schwierig. So genoss der Großteil (mit knurrenden Mägen) nur sehr halbherzig die Eindrücke der Stadt. Müde und satt (ja, wir haben doch noch einen Burger King gefunden) ging es dann wieder ins Hotel.
In Las Vegas startete unsere Weiterreise dann gestern früh pünktlich um neun Uhr, um uns mit ausreichend Lebensmitteln einzudecken. Denn unsere Tour führte uns weit raus aus der Großstadt rein mitten in die unberührte Wildnis am Fuße des Grand Canyon in das uns schon bekannte Dörfchen Meadview. (Dorf ist vielleicht schon zu viel gesagt, es handelt sich dabei eher um eine Ansammlung von Wohnwagen und vereinzelten Häuschen.) Voll gepackt mit tausend Sachen für ein schönes deutsches Grillerchen ging es über den Hover Dam, vorbei am Lake Mead auf einsamen Feldwegen auf zum „Alten Mann“. Unser Domizil für diese Nacht waren ein hochmoderner, riesiger Wohnwagen mit Mikrowelle, Waschmaschine und sogar einem eingebauten elektrischen Dosenöffner (ja, was es nicht alles gibt), und einer kleinen Holzhütte und einem Bungalow für die Jugend (wie bescheiden wir eben sind). Nach einem kurzen Bade-Ausflug an den Lake Mead wurde auch schon angegrillt. Auf unserem Speise-Plan standen saftige, eingelegte Steaks und Rippchen, ein frisch zubereiteter Salat und das ein oder andere Baguette, das Bier der Jungs natürlich nicht zu vergessen. Und da uns das noch nicht genug war (und wir noch geschätzte 10 Kilo Fleisch übrig hatten), haben wir heute morgen um acht Uhr noch ein kleines BBQ veranstaltet und ein paar Steaks aufgelegt. Aber nicht, das Ihr jetzt denkt, unser Fleisch ist schon alle. Wir haben ganz nach deutscher Manier (Nimm was Du kriegst, Du weißt nie wann es das nächste Mal etwas gibt) ich weiß nicht wie viel Kilo Fleisch und wie viele Baguettes gekauft, so dass wir uns auf unserer heutigen Tagestour ein weiteres Grill-Plätzchen suchen müssen und noch ein zweites BBQ einschieben müssen. Diese Tour (wieder 700km Tagesstrecke) führt uns durch fast ganz Utah in den Norden nach Salt Lake City. Was uns dort erwartet, wissen wir noch nicht, denn ab hier beginnt auch für uns alt eingesessene „Amerikaner“ Neuland. Die Temperatur, soviel kann ich schon mal sagen, geht stark nach unten, was aber der verbrannten Haut mancher von uns (Grins) auch mal gut tut.
Bis Bald sagen Fried und der Rest!
Neueste Kommentare